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Leadership Coaching Unternehmensberatung Führungsentwicklung Schweizer KMU
Case Study

Leadership Coaching für Geschäftsführer: Vom operativen Flaschenhals zur Führungskraft

Leadership Coaching für Geschäftsführer Schweiz — Saleseco Case Study Keller & Partner AG
Branche Unternehmensberatung
Unternehmen Keller & Partner AG
Mandatsdauer 6 Monate
Leistung Leadership Coaching
Standort Bern, Schweiz
+28% Steigerung der Teamproduktivität in 6 Monaten
2 Mitarbeitende zu Team Leads befördert
-60% operative Entscheidungen täglich durch den GF

Ausgangslage: Wachstum bremst sich selbst

Keller & Partner AG ist eine Unternehmensberatung mit 18 Mitarbeitenden in Bern, spezialisiert auf Prozessoptimierung und Organisationsentwicklung für mittelständische Kunden. Gründer und Geschäftsführer Thomas Keller hat die Firma über zehn Jahre durch persönliche Stärke aufgebaut: Er gewinnt die grossen Kunden, er überprüft kritische Lieferergebnisse, er gibt Offerten frei.

Was in der Gründungsphase Qualitätssicherung war, wurde mit wachsendem Team zum strukturellen Problem. Projekte stockten, wenn Keller in Kundengesprächen war. Entscheidungen, die ein Team Lead in zwanzig Minuten treffen könnte, lagen als offene E-Mails im Postfach des GF. Zwei erfahrene Senior-Berater erwogen intern einen Wechsel oder Abgang — nicht wegen Gehalt, sondern weil sie keine Entwicklungsperspektive sahen.

Keller wandte sich an Saleseco nicht mit einem Vertriebsproblem, sondern mit einer Führungsfrage: Wie übergibt man Verantwortung, ohne die Qualität zu gefährden, die man sich über Jahre aufgebaut hat?

„Ich wusste, dass das Problem ich bin. Aber ich wusste nicht, wie ich es lösen soll, ohne die Qualitätsstandards zu gefährden, die wir uns aufgebaut hatten."

Thomas Keller, Gründer und Geschäftsführer, Keller & Partner AG

Herausforderung: Drei strukturelle Schwächen

Nach einem zweitägigen Analysegespräch mit Keller und drei Einzelinterviews mit Teammitgliedern zeichneten sich drei Muster ab:

1. Führungsstil skaliert nicht: Keller führt wie ein Solo-Unternehmer. Er ist Ansprechpartner für jeden Kundenentscheid, genehmigt Angebote ab CHF 15'000 persönlich und moderiert intern bei Konflikten. Das Team hat gelernt, zu warten statt selbst zu entscheiden.

2. Kein Performance-Rahmen: Es gibt keine gemeinsamen Ziele, keine regelmässigen Feedbackgespräche, keine definierten Karrierepfade. Mitarbeitende wissen nicht, woran sie gemessen werden. Leistungsunterschiede bleiben unbesprochen.

3. Revenue hängt am Gründer: Über 80% des Neuumsatzes stammt aus dem persönlichen Netzwerk von Thomas Keller. Es gibt keinen strukturierten Ansatz, wie das Team selbst neue Kundenbeziehungen aufbaut. Fällt der GF aus, fällt der Vertrieb aus.

Vorgehen: Drei Phasen in sechs Monaten

01

Phase 1 — Diagnose & Bewusstsein (Monat 1–2)

Anonymes 360-Grad-Feedback mit dem gesamten Team. Spiegelung der Ergebnisse in wöchentlichen Einzelcoaching-Gesprächen mit Thomas Keller. Gemeinsame Erarbeitung eines neuen Führungsbildes, das zu einer Firma mit 18 Personen passt. Identifikation von zwei Senior-Beratern mit dem Potenzial und dem Willen, Teamverantwortung zu übernehmen.

02

Phase 2 — Neue Routinen & Delegation (Monat 2–4)

Einführung wöchentlicher Teamgespräche mit fixer Agenda und rotierender Moderation. Schriftliche Definition von Entscheidungsrahmen: Was entscheidet der GF allein, was das Team, was braucht eine Freigabe? Einführung halbjährlicher Mitarbeitergespräche mit Entwicklungszielen. Schrittweise Delegation von Kundenverantwortung an zwei Senior-Berater, begleitet durch direkte Feedbackschleifen.

03

Phase 3 — Eigenständigkeit & Wachstum (Monat 4–6)

Formale Beförderung von zwei Senior-Beratern zu Team Leads mit klar definierter Führungsverantwortung. Coaching der neuen Team Leads in Gesprächsführung, Feedbackgeben und dem Umgang mit Konflikten. Aufbau eines einfachen Referenzkundenprozesses, den das Team ohne Kellers direktes Zutun betreiben kann. Keller gibt die operative Tagesführung ab und konzentriert sich auf Strategie, Grosskunden und Unternehmensentwicklung.

Ergebnisse: Führung, die trägt

Nach sechs Monaten arbeitete Keller & Partner AG mit einer Führungsstruktur, die das Wachstum nicht mehr bremst. Die Teamproduktivität, gemessen am Projektdurchsatz pro Mitarbeitenden, stieg um 28%. Beide beförderten Team Leads übernahmen ihre Verantwortung vollständig, kein einziger Abgang im Team während des Mandats.

Thomas Keller trifft heute 60% weniger operative Tagesentscheidungen selbst. Die Zeit, die er dadurch gewonnen hat, fliesst in Kundenentwicklung und strategische Partnerschaften. Im letzten Mandatsmonat wurden zwei neue Grosskunden auf Initiative eines Team Leads angesprochen und gewonnen.

Der Effekt ging über Zahlen hinaus: Das Team beschrieb in einer abschliessenden Befragung das Klima als deutlich offener und klarer. Entwicklungsgespräche wurden als neue Normalität wahrgenommen, nicht als Ausnahme.

„Saleseco hat mir nicht gesagt, was ich falsch mache. Sie haben mir geholfen, es selbst zu sehen — und dann konkret zu verändern. Das ist ein Unterschied."

Thomas Keller, Gründer und Geschäftsführer, Keller & Partner AG

Was diesen Fall besonders macht

Leadership Coaching in KMU scheitert oft daran, dass es bei Reflexion bleibt. Was hier half: keine Frameworks, keine Modelle — stattdessen konkrete Vereinbarungen, die in der nächsten Woche überprüft wurden. Der GF war nicht das Problem. Er war der Hebel.

Entscheidend war, dass das Coaching nicht nur Keller selbst, sondern das gesamte Team einbezog. Führung verändert sich nicht im Einzelgespräch — sie verändert sich im täglichen Miteinander. Die neuen Routinen, Entscheidungsrahmen und Karrierepfade gaben dem Team etwas, das vorher fehlte: eine klare Erwartung und die Möglichkeit, ihr gerecht zu werden.

Für Schweizer Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen in einer ähnlichen Wachstumsphase bietet Saleseco denselben Ansatz: operativ, direkt, mit messbaren Ergebnissen statt Theorie.

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